Bienen und Wespen vertreiben: was erlaubt ist und was wirklich hilft
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In Deutschland beginnt dieses Thema nicht mit einer Spraydose, sondern mit dem Gesetz. Alle wild lebenden Bienen, Wespen, Hornissen und Hummeln sind nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz geschützt, und Hornissen sowie Hummeln stehen als besonders geschützte Arten zusätzlich unter § 44 BNatSchG. Ein Nest ohne vernünftigen Grund zu zerstören, auszuräuchern oder zu vergiften kann Bußgelder bis zu 50.000 Euro nach sich ziehen; bei Hornissen ist die Entfernung überhaupt nur mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde zulässig.1
Das ist der entscheidende Unterschied zu fast allen Ratgebern aus dem Ausland: Der dort selbstverständliche Rat „Nest nachts absprühen” ist hier in vielen Fällen schlicht verboten. Deshalb geht es in diesem Text zuerst darum, was Sie dürfen — und danach darum, was tatsächlich funktioniert.
Schritt 1: Biene, Wespe, Hornisse oder Hummel?
Von dieser Bestimmung hängt sowohl die Rechtslage als auch das Vorgehen ab.
| Tier | Aussehen | Nest | Verhalten | Rechtslage und Vorgehen |
|---|---|---|---|---|
| Honigbiene | Pelzig, bernsteinbraun, gedrungen | Wachswaben: Mauerhohlraum, Schornstein, Baumhöhle | Sticht nur bei Bedrohung, stirbt danach | Imker rufen, Umsiedlung |
| Hummel | Sehr pelzig, groß, langsam | Kleines Volk, oft im Boden oder Schuppen | Sticht so gut wie nie, Volk stirbt im Herbst | Besonders geschützt — in Ruhe lassen |
| Wildbiene / Mauerbiene | Klein, einzeln, im Frühjahr aktiv | Einzelne Löcher in Fugen oder Erde | Solitär, kein Volk zu verteidigen | Geschützt; Fugen erst im Herbst schließen |
| Gemeine und Deutsche Wespe | Glatt, glänzend, kräftig gelb-schwarz | Graues Papiernest: Dachkasten, Rollladen, Erdloch | Wird im Spätsommer aggressiv, sticht mehrfach | Geschützt nach § 39; Entfernung nur mit Grund |
| Hornisse | 25–35 mm, deutlich größer | Papiernest in Baumhöhle, Dachboden, Wand | Verteidigt 3–5 m um das Nest | § 44 — nur mit Genehmigung, Umsiedlung |
| Holzbiene | Groß, schwarz, blau schimmernd | Rundes Loch von ca. 1 cm im Holz | Praktisch harmlos, laut im Flug | Geschützt; Holz streichen, Löcher schließen |
Schnellste Unterscheidung: ein totes Exemplar ansehen. Pelzig heißt Biene, glatt und glänzend heißt Wespe. Zweiter Hinweis ist das Nest: sechseckige Wachswaben = Honigbiene, graue Papiermasse = Wespe oder Hornisse.
Dritter Hinweis ist das Verhalten. Honigbienen fliegen eine gleichmäßige Linie zu Blüten. Wespen umkreisen Fleisch, süße Getränke und Mülltonnen — wer sich nicht für Blüten interessiert, ist keine Biene.
Übrigens: Die Angst vor Hornissen ist historisch übertrieben. Der alte Spruch, drei Stiche töteten ein Pferd, ist falsch. Hornissen sind deutlich friedlicher als Wespen, solange man ihrem Nest fernbleibt.
Schritt 2: Was ist wann erlaubt?
| Situation | Erlaubt? |
|---|---|
| Anlockendes entfernen, abdichten, Fliegengitter, Pflanzen | Ja, jederzeit |
| Wespennest an einem Ort ohne Konfliktpotenzial (Dachboden, Gartenecke) | Stehen lassen — Volk stirbt im Herbst von selbst ab |
| Wespennest direkt am Hauseingang, Kinderzimmerfenster, Balkon | Vernünftiger Grund liegt vor — Umsiedlung oder Entfernung durch Fachbetrieb |
| Hornissennest, egal wo | Nur mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde |
| Nest selbst absprühen, ausräuchern, abschlagen | Nein — Bußgeld möglich |
| Bienenvolk in der Wand bekämpfen | Nein, Imker rufen |
Der praktische Weg: Rufen Sie bei der Unteren Naturschutzbehörde Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises an und schildern Sie die Lage. Viele Kommunen vermitteln kostenlose oder günstige Wespen- und Hornissenberater, die Nester fachgerecht umsiedeln statt zu töten. Das ist rechtssicher, meist billiger als ein Schädlingsbekämpfer und in vielen Fällen die schnellste Lösung.
Kosten: Eine Umsiedlung oder Entfernung durch einen Fachbetrieb liegt üblicherweise im niedrigen dreistelligen Bereich, abhängig von Höhe, Zugänglichkeit und Aufwand. Ein Anruf bei der Wohngebäude- oder Haftpflichtversicherung lohnt sich, weil manche Tarife die Entfernung anteilig übernehmen.
Schritt 3: Die häufigsten Fälle
Bienenvolk in Wand, Dach oder Schornstein
Dauerhaftes Summen aus der Wand, Dutzende Bienen an derselben Ritze, bei Hitze ein brauner Fleck an der Decke: Dort sitzt ein etabliertes Volk.
- Imker oder Imkerverein anrufen. Ein etabliertes Volk zu bergen ist Arbeit, aber viele Imker übernehmen es.
- Den Eingang nicht verschließen, solange Bienen drin sind. Das ist der häufigste Fehler. Die eingeschlossenen Bienen sterben, Waben und Honig verderben, der Geruch bleibt monatelang — und schmelzender Honig durchweicht die Gipskartondecke.
- Nach der Entnahme Waben entfernen, den Hohlraum mit heißem Seifenwasser reinigen und verschließen. Wabengeruch lockt im nächsten Frühjahr einen neuen Schwarm an dieselbe Stelle.
Bienenschwarm am Baum oder an der Hauswand
Eine fußballgroße, lebende Traube ist ein Schwarm: Das Volk hat sich geteilt und sucht eine neue Wohnung.
Schwärmende Bienen sind am friedlichsten — sie haben kein Nest und keine Brut zu verteidigen und sind mit Honig vollgesogen. Die meisten Schwärme ziehen innerhalb weniger Stunden bis zwei Tagen von selbst weiter.
- Nicht besprühen, nicht abspritzen.
- Kinder und Haustiere fernhalten.
- Wenn es schneller gehen soll: Imker oder Feuerwehr anrufen. Das Einfangen dauert Minuten.
Wespennest im Rollladenkasten oder unter dem Dachvorsprung
Der Rollladenkasten ist in Deutschland der Klassiker, weil er warm, trocken und leicht zugänglich ist.
- Kein Insektenspray in den Kasten. Abgesehen von der Rechtslage: Die Wespen weichen nach innen aus, und tote Tiere im Kasten blockieren den Gurt.
- Rollladen möglichst oben lassen und den Kasten nicht öffnen — dann bleibt der Innenraum dicht.
- Ritzen im Kasten von innen mit Klebeband abkleben, damit keine Tiere in die Wohnung gelangen.
- Fachbetrieb oder Wespenberater kontaktieren.
- Ab September stirbt das Volk ohnehin ab; wenn es zu ertragen ist, erledigt sich das Problem von allein. Das Nest wird nie wieder benutzt und kann im Winter entfernt werden.
Was Sie niemals tun sollten
- Feuer und BenzinFührt jedes Jahr zu Hausbränden, schweren Verbrennungen und Massenstichen — und ist zusätzlich strafbewehrt. Niemals.
- AusräuchernRauch tötet das Volk nicht, macht es aggressiv und wird im Gesetzestext ausdrücklich als verbotene Handlung genannt.
- WasserschlauchWasser zerstört das Nest nicht, sondern löst einen Angriff aus.
- Nest abschlagenGleiches Ergebnis, zusätzlich verteilen sich die Tiere über einen größeren Bereich.
- Am Tag arbeitenEin großer Teil des Volkes ist unterwegs und kehrt zurück — zu Ihnen.
- Auf der Leiter hantierenStürze nach einem Stich verursachen mehr Verletzungen als die Stiche selbst.
Schritt 4: Wirken Hausmittel wirklich?
Hier ist Ehrlichkeit nötig, denn die Listen „Das mögen Wespen nicht” versprechen deutlich mehr, als sie halten.
Gerüche stören Wespen, aber die Wirkung wird in Minuten gemessen, nicht in Wochen. Das Menthol in Pfefferminzöl bringt den Geruchssinn einer Wespe tatsächlich durcheinander — im Freien verfliegt der Duft aber in fünf bis zehn Minuten, Regen setzt ihn zurück, und dem Volk passiert gar nichts. Bei Honigbienen ist die Beleglage noch schwächer.
| Mittel | Was tatsächlich passiert | Urteil |
|---|---|---|
| Anlockendes entfernen | Nahrungsquelle weg, Tiere bleiben weg | ✅ Der einzig dauerhafte Hebel |
| Ritzen unter 6 mm schließen | Verhindert Nestbau physisch | ✅ Dauerhaft |
| Fliegengitter | Hält sie draußen | ✅ Dauerhaft |
| Pfefferminzöl | Irritiert Wespen kurz | 🟡 Minuten, alle 5–7 Tage erneuern |
| Nelken-, Zitronengras- und Geranienöl | Gleicher Mechanismus, etwas beständiger | 🟡 Teilweise |
| Lavendel, Thymian, Rosmarin pflanzen | Verhindert keinen Nestbau | 🟠 Vor allem dekorativ |
| Essigspray | Vertreibt bei direktem Kontakt | 🟡 Punktuell |
| Attrappen-Nest aus Papiertüte | Bei manchen Arten Reviereffekt, bei den meisten nichts | 🟠 Schwache Belege |
| Kaffeepulver anzünden | Rauch vertreibt kurzfristig | 🟠 Kurz, Brandgefahr |
| Gurkenscheiben, Nelken in der Zitrone | Keine messbare Wirkung belegt | 🟠 Hausmittel-Folklore |
| Ultraschallgeräte | Bei Insekten ohne nachgewiesene Wirkung | ❌ Geldverschwendung |
Was sie wirklich anzieht
- Offene süße Getränke. Eine Wespe in der Dose ist die klassische Ursache für Stiche im Mund und Rachen. Strohhalm benutzen, Glas abdecken.
- Fallobst. Verrottende Zwetschgen, Feigen und Trauben rufen ein ganzes Volk. Täglich aufsammeln.
- Mülltonne. Dicht schließender Deckel, weg von Tür und Fenster.
- Grillen und Fleisch. Im Frühjahr und Frühsommer suchen Wespen Eiweiß — das Fleisch auf dem Tisch ist der Magnet.
- Tierfutter im Freien. Eine dauerhafte Quelle.
- Parfüm, Haarspray, blumige Düfte. Sie machen Sie zur Blüte.
- Dunkle, flauschige Kleidung. Wespen lesen Dunkles und Pelziges als Fressfeind. Draußen hell tragen.
Schritt 5: Situationen im Alltag
Wespen am Kaffeetisch
Entscheidend ist die Jahreszeit: Im Frühjahr suchen Wespen Eiweiß, ab dem Spätsommer Zucker. Der Köder richtet sich danach.
- Köderfalle 5–10 m vom Tisch entfernt aufstellen. Eine Falle auf dem Tisch lockt sie zu Ihnen.
- Köder: im Frühjahr ein Stück rohes Fleisch oder Katzenfutter, im August und September Zuckerwasser, Saft oder Bier.
- Falle: oberes Drittel einer PET-Flasche abschneiden und umgekehrt einsetzen. Ein Tropfen Spülmittel bricht die Oberflächenspannung.
- Essen abdecken und nach dem Essen sofort abräumen.
Und ein Detail, das viele nicht kennen: Wespen reagieren auf Erschütterung und schnelle Bewegung. Wegwedeln ist der zuverlässigste Weg, gestochen zu werden. Ruhig sitzen bleiben, notfalls sanft wegpusten — nicht schlagen.
Balkon und Fenster
- Fliegengitter ist die endgültige Lösung.
- Anfang Mai Balkondecke, Geländerrohre und Rollladenkasten kontrollieren: ein walnussgroßes Nest ist ein kleines Thema, ein augustgroßes nicht mehr.
- Rückseite der Klimaanlage, Lüftungsgitter und Schächte werden regelmäßig übersehen.
Garten
- Fallobst aufsammeln, Kompost geschlossen halten.
- Eine Wasserschale mit Steinen in einer entfernten Gartenecke lenkt Bienen vom Haus weg. Umlenken funktioniert besser als Verbieten.
- Pergola und Gartenhaus im Mai kontrollieren.
Obst und Trauben
Reifendes Obst ist der stärkste Wespenmagnet überhaupt.
- Einzelne Trauben in Netzbeutel zwei bis drei Wochen vor der Ernte. Die physische Barriere schlägt jedes Duftmittel.
- Aufgeplatzte und angepickte Früchte entfernen — eine einzige tropfende Beere ruft die ganze Umgebung.
- Zuckerfallen an den Rand der Fläche stellen, weit weg von den Früchten.
- Früh am Morgen ernten.
Schritt 6: Vorbeugen statt entfernen
Eine halbe Stunde im zeitigen Frühjahr ersetzt alles andere auf dieser Seite.
- Die 6-mm-RegelJede Öffnung über 6 mm an der Fassade ist ein möglicher Eingang: Mörtelfugen, Leitungsdurchführungen, Lüftungsgitter, Rollladenkästen, Traufanschlüsse. Mit Acryl, Mörtel oder Bauschaum schließen.
- Lüftungen vergitternLüftungsöffnungen kann man nicht zumachen, aber mit feinem Edelstahlgitter hinterlegen. Luft kommt durch, Insekten nicht.
- Holz behandelnHolzbienen wählen unbehandeltes, ungestrichenes Holz. Pergola, Ortgangbretter und Gartenmöbel streichen oder lasieren.
- Alte Nester im Winter entfernenVerlassene Waben und Papiernester ziehen im Folgejahr neue Völker an. Im Winter sind sie leer und dürfen entfernt werden.
- Kontrolle im MaiDachkasten, Rollladen, Dachboden, hinter der Klimaanlage, Schuppen und Garage. Ein walnussgroßes Nest im Mai ist ein anderes Problem als ein Volk im August.
Nach einem Stich
Beim normalen Stich:
- Stachel sofort entfernen. Die Honigbiene lässt ihn samt Giftblase zurück, und die pumpt weiter. Mit der Kante einer Karte seitlich abschaben — nicht mit den Fingern herausziehen, das drückt die Blase leer.
- Mit Wasser und Seife reinigen.
- 10–20 Minuten kühlen (Kühlakku in ein Tuch wickeln).
- Antihistaminikum gegen die Schwellung, einfaches Schmerzmittel gegen den Schmerz.
- Ringe und Uhren abnehmen, bevor die Schwellung einsetzt.
- Rötung und Wärme in den ersten 24 Stunden sind normal. Zunehmende Rötung, Sekret oder Fieber nach 48 Stunden sprechen für eine Infektion — zum Arzt.
Wer schon einmal stark reagiert hat, sollte ein Adrenalin-Autoinjektor-Set mitführen; die zweite Reaktion kann heftiger ausfallen als die erste.
Häufige Fragen
Darf ich ein Wespennest selbst entfernen? In der Regel nicht ohne Weiteres. Wespen sind nach § 39 BNatSchG geschützt, das Zerstören ohne vernünftigen Grund kann mit bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Liegt ein triftiger Grund vor, etwa ein Nest direkt am Hauseingang, sollte ein Fachbetrieb oder ein Wespenberater ran.
Stehen Hornissen unter Naturschutz? Ja, und sogar besonders: Hornissen fallen unter § 44 BNatSchG. Ein Hornissennest darf nur mit Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde entfernt oder umgesiedelt werden.
Wie viel kostet die Entfernung eines Wespennests? Üblich ist ein niedriger dreistelliger Betrag, je nach Höhe, Zugänglichkeit und Aufwand. Fragen Sie vorab, ob die Nestentfernung und ein möglicher Zweitbesuch enthalten sind, und prüfen Sie Ihre Wohngebäude- oder Haftpflichtversicherung.
An wen wende ich mich? Erste Adresse ist die Untere Naturschutzbehörde der Stadt oder des Landkreises. Viele Kommunen vermitteln Wespen- und Hornissenberater, die umsiedeln statt töten. Bei einem Bienenschwarm ist der Imkerverein oder die Feuerwehr richtig.
Wie unterscheide ich Biene und Wespe? Pelzig, bernsteinbraun und gedrungen ist eine Biene; glatt, glänzend und kräftig gelb-schwarz ist eine Wespe. Zusätzlich verrät das Nest die Art: Wachswaben gehören der Honigbiene, graue Papiermasse der Wespe oder Hornisse.
Was tun bei einem Bienenschwarm im Garten? Nichts sprühen, Abstand halten, Kinder und Haustiere fernhalten. Ein Schwarm ist besonders friedlich und zieht meist innerhalb weniger Stunden bis zwei Tage weiter. Wer nicht warten will, ruft einen Imker.
Bienen im Rollladenkasten — was jetzt? Kasten geschlossen lassen, kein Spray hineingeben, Ritzen nach innen abkleben und einen Fachbetrieb oder Wespenberater rufen. Ab September stirbt ein Wespenvolk ohnehin ab.
Was mögen Wespen nicht? Pfefferminz-, Nelken-, Zitronengras- und Geranienduft stören sie, Essig vertreibt bei Kontakt. Im Freien halten diese Gerüche allerdings nur Minuten, deshalb sind sie eine Ergänzung, keine Lösung.
Helfen Ultraschallgeräte gegen Wespen? Nein. Eine Wirkung auf Insekten ist nicht belegt.
Wie halte ich Wespen vom Kaffeetisch fern? Speisen abdecken, keine offenen süßen Getränke stehen lassen und eine Köderfalle 5–10 m entfernt aufstellen — im Frühjahr mit Fleisch, im Spätsommer mit Zucker.
Warum soll man nicht nach Wespen schlagen? Erschütterung und schnelle Bewegungen lösen die Verteidigung aus. Ruhig sitzen bleiben oder sanft wegpusten ist deutlich sicherer als wedeln.
Wie verhindere ich, dass Wespen bei mir nisten? Im Frühjahr alle Öffnungen über 6 mm schließen, Lüftungen mit feinem Gitter hinterlegen, blankes Holz streichen, alte Nester im Winter entfernen und im Mai kontrollieren.
Sind Hummeln gefährlich? Kaum. Hummeln stechen fast nie, das Volk ist klein und stirbt im Herbst von selbst ab. Sie sind besonders geschützt und sollten in Ruhe gelassen werden.
Sind Holzbienen schädlich? Für Menschen praktisch nicht, das Männchen hat keinen Stachel. Sie bohren aber Gänge in unbehandeltes Holz. Löcher schließen und das Holz streichen.
Wie werde ich Wespen an Obst und Trauben los? Einzelne Trauben zwei bis drei Wochen vor der Ernte in Netzbeutel packen, aufgeplatzte Früchte entfernen, Zuckerfallen an den Rand stellen und früh am Morgen ernten.
Was tun nach einem Stich? Stachel mit einer Kartenkante abschaben statt herausziehen, Stelle reinigen, 10–20 Minuten kühlen und bei Schwellung ein Antihistaminikum nehmen. Bei Atemnot, Gesichtsschwellung oder Kreislaufproblemen sofort 112.
Warum darf man den Stachel nicht herausziehen? Er hängt an der Giftblase, die weiterpumpt. Zusammendrücken entleert sie vollständig in die Haut; seitliches Abschaben verhindert das.
Wann wird ein Stich gefährlich? Bei Allergikern kann bereits ein einziger Stich lebensbedrohlich sein. Bei Nicht-Allergikern sind viele Stiche problematisch, bei Kindern deutlich früher. Stiche im Mund- und Rachenraum sind immer ein Notfall.
Quellen
- Bundesnaturschutzgesetz — § 39 und § 44 BNatSchG: allgemeiner und besonderer Artenschutz. https://www.gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009/
- NABU — Wespen und Hornissen: Verhalten, Schutzstatus und Umgang am Haus. https://www.nabu.de/
- Deutscher Imkerbund — Bienenschwarm: was tun und wen rufen. https://deutscherimkerbund.de/
- Mayo Clinic — Insektenstiche: Symptome, Erste Hilfe und Anaphylaxie. https://www.mayoclinic.org/diseases-conditions/bee-stings/symptoms-causes/syc-20353869
- Umweltbundesamt — Sachgerechter Umgang mit Insektiziden im Haushalt. https://www.umweltbundesamt.de/

